| Markt unter der Brücke, die entsprechend bemalt ist |
| Cours Jean Jaures, eine der Haupstraßen |
| Blick auf die Bastille von Cours Jean Jaures aus |
| Isère |
| La Télépherique - die Seilbahn |
| Stadtgarten |
| Noch ein Markt - davon gibts hier an jeder Ecke einen |
| obligatorisch in jeder französischen Stadt |
| Place Victore Hugo - zentraler Treffpunkt |
So wie bei all meinen bisherigen Auslandsaufenthalten (das klingt etwas angeberisch, es waren ja erst drei, und verglichen zu einigen Leuten hier ist das gar nichts) habe nicht ich die Stadt gewählt, sondern die Stadt mich. Dieses Konzept hat sich bis jetzt als gar nicht so schlecht erwiesen, denn man kommt dadurch in Gegenden, in die man sonst nie freiwillig gegangen wäre. Dies muss nicht unbedingt am Ruf der Stadt liegen, sondern kann auch damit zu tun haben, dass man vorher noch nie davon gehört hat.
Einigen Sportbegeisterten kommt die Stadt vielleicht noch entfernt bekannt vor durch die Olympischen Winterspiele, die hier 1968 stattfanden, aber viel weiter reicht der Bekanntheitsgrad dann doch nicht.
Daher nur kurz ein paar Fakten (keine Angst, nicht jeder Eintrag wird so trocken): Grenoble ist nach Innsbruck die zweitgrösste Hochgebirgsstadt, liegt aber mit einer Höhe von 200 m niedriger als München und ist auch komplett ebenerdig - wohl ein Grund weshalb es hier so viele Radfahrer gibt. Es fließen zwei Flüsse durch die Stadt, Drac und Isère (heimischer Klang in meinen Ohren). Ausserdem ist Grenoble auch eine der wenigen Städte, die eine eigene Seilbahn haben, die jeden Tag zu fast allen Zeiten fährt. Wie in Paris gibt es hier auch eine "Bastille", nur das es sich hier um eine Burg handelt.
Nach einigen Wochenenden mit spontanen Ausflügen in den Süden finde ich, dass Grenoble ideal gelegen ist: 3 Stunden mit dem Zug in den Süden und ans Meer, nach Montpellier oder Marseille (vorausgesetzt es ist kein Streik), 3 Stunden nach Mailand (wenn man deutsch fährt und die Geschwindikeitsbegrenzungen auf der Autobahn ignoriert) und 3 Stunden nach Paris.
Es gibt hier 3 Universtiäten, die auf einem riesigen Campus zusammen geschlossen sind. Der Anteil der Studenten, vor allem der Erasmus Studenten, ist hier sehr hoch, was sich vor allem ab Juni bemerkbar macht, wenn die Uni aus ist und alle Studenten hier verschwinden. Ich wollte es nicht glauben, aber im Sommer ist die Stadt wirklich wie ausgestorben, ein etwas eigenartiges Erlebnis. Ab dem 1 September "La Rentree" füllt sich die Stadt jedoch magisch mit Studenten und Doktoranden von überall her und die Bars und Cafes platzen aus allen Nähten.
Gestern war hier Feiertag und ich habe endlich mal den Tag genutzt um durch die Stadt zu laufen und Fotos zu machen, da man oft vergisst den Ort zu fotografieren an dem man wohnt.
Voila - Grenoble